"Starribbon" – Initiative gegen DopingAufklärung und Präventation für einen sauberen Sport
Die Sportunion startet als erster österreichischer Sportverband mit "Starribbon" eine breite Initiative für einen sauberen Sport und gegen Doping.
Das Credo dieser Kampagne lautet: Nicht verunsichern und Angst machen, sondern aufklären und informieren. Die Sportunion will mit "Starribbon" ein klares Zeichen setzten: Doping ist Betrug an sich selbst und und allen Mitbewerbern. Doping schädigt den Sport und lässt alle seine positiven Eigenschaften in den Hintergrund treten. Ein Ribbon ist eine Schleife, die als Symbol zur Bewusstseinsbildung eingesetzt wird. Die Starribbon-Charta"Für mich bedeutet Sport Wohlbefinden und Begeisterung, Leistung und Erfolg, Freunde zu finden und durch den Sport auch für das Leben zu lernen. Fairness, Toleranz und Wertschätzung für meine Konkurrenten sind meine Spielregeln. Deshalb unterstütze ich die Aktion Starribbon und setze mich für einen sauberen Sport in Österreich und gegen Betrug an den sportlichen Mitbewerbern und an mir selbst ein." Die vier SäulenDie Sportunion setzt mit ihren sogenannten vier Säulen in ihrer Kampagne auf Aufklärung und Prävention. 1.) Beim Anti-Doping Kongress in Linz wurden fachliche Vorträge auf höchster Ebene gehalten. "Hormone und sportliche Leistung – Gefahren des Dopings" von Professor Dr. Alois Gessl, medizinische Universität Wien. "Mit wissenschaftlicher Trainingsplanung und Geduld zum Erfolg" von Dr. Werner Schwarz sowie eine Podiumsdiskussion, präsentiert von Dr. Vera Russwurm unter dem Titel "Der saubere Weg zur Spitze" mit Gregor Schlierenzauer, zweifacher Skiflugweltmeister und Weltcupgesamtsieger 2009 sowie Claudia Heil, Gewinnerin der Silbermedaille im Judo bei den olympischen Spielen 2004 und Christoph Sumann, Biathlon-Vizeweltmeister 2009. 2.) Im Zuge von Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen bringt die Sportunion das Thema zu den Vereinen. In rund dreißig regionalen Veranstaltungen werden je ein Fachmann aus dem Bereich Sportmedizin beziehungsweise Sportwissenschaft und ein bekannter Sportler die Vereine und ihre Mitglieder informieren. 3.) In der Sportunion-Akademie wurde der Ausbildungsschwerpunkt "Anti-Doping" in das Programmangebot gesetzt. In den Ausbildungen werden Themen zur sauberen Energie (erlaubte Leistungsoptimierung) besprochen, sowie Multiplikatorenausbildungen zum Anti-Doping Experten angeboten. 4.) Vereinswettbewerb: Die Sportunion will auf lokaler Ebene Initativen für einen sauberen Sport und den Kampf gegen Doping entwickeln. Vereine sind eingeladen, ihre -nachhaltigen- Ideen einzubringen. Was ist Doping?1968 kam es mit dem IOC-Medical-Code zu einer eigenen Anti-Doping Strategie. Doping ist seither als Vergehen gegen konkret ausformulierte Regeln definiert. Kernstück dieser Überlegung ist die Verbotsliste, eine detaillierte Aufzählung von verbotenen Substanzen und Methoden. Um in die Verbotsliste der WADA (World Anti-Doping Agency) aufgenommen zu werden, muss eine Substanz oder Methode mindestens zwei von drei Eigenschaften erfüllen: 1.) Das Potenzial die sportliche Leistung zu steigern. 2.) Die Anwendung stellt ein Risiko für die Gesundheit dar. 3.) Die Anwendung verstößt gegen den WADA definierten Sportsgeist. Der Missbrauch"Die missbräuchliche Verwendung von Medikamenten und Methoden ist kein sportinternes Problem. Der naive Glaube an die uneingeschränkte Wirksamkeit von pharmazeutischen Substanzen geht soweit, dass Aufputschmittel, Antidepressiva, bewusstseinsverändernde Drogen, Schlafmittel, Haarwuchsmittel, Erektionshilfen und Schlankheitspillen beinahe bedenkenlos eingenommen werden." Die wohl zutreffende Meinung von Pater Bernhard Maier, Österreichs Olympia- und Paralympicseelsorger. Lehnt sich ein Dachverband bereits zu sehr aus dem Fenster, wenn er gegen Doping auftritt? Eher nicht. Vielleicht ein Beispiel: Gunnar Prokop, jetzt schon jahrzehntelang Zampano des einzigen, international relevanten Damenhandballklubs in Österreich, sprach sich schon vor vielen Jahren für die generelle Freigabe von Doping ein. Begründung: Jeder Sportler ist für sich und seinen Körper selbst verantwortlich. Prokop erreichte übringens traurige internationale Berühmtheit nach seinem Ausrasterfoul als Coach an einer gegnerischen Spielerin im diesjährigen Championsleague-Spiel seiner Damen gegen den französischen Club Metz.
Der Artikel "Starribbon" – Initiative gegen Doping in Sportpolitik & Sportgeschichte unterliegt dem Urheberrecht. Jegliche Verwendung dieses Textes, auch auszugsweise, erfordert die vorherige schriftliche Erlaubnis des Autors. Autor des Artikels "Starribbon" – Initiative gegen Doping ist Peter Lachnit.
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